HI
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Identität ist der Schlüssel für gutes Design und die Basis für digitale und räumliche Kommunikation.

Yves Herger, HI Schweiz AG
Yves Herger
Markenarchitekt, Designer, Unternehmer
Inhaber der Corporate-Identity- und Designagentur HI Schweiz

Chancendenken als Designprinzip.

Wie wir denken, bestimmt unser Handeln heute. Wie wir fühlen, gestaltet unser Leben morgen. Positiv denken und dem Gefühl vertrauen – entwickelt die Kraft und die Überzeugung, die Konstellation wegweisend zu verändern.

Das neue Markendenken hat längst begonnen. Denn Marken sind eigene, komplexe Ökosysteme, geprägt von Abhängigkeiten und Chancen. Sie als Ökosysteme zu verstehen, ist der Anfang eines jeden Designprozesses und markiert ihre Identität.

Identität führt zu Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit, Design zu Information und Bekanntheit. Ist Design in der Unternehmensstrategie und -kommunikation eingebettet, wird es zur Investition, die es möglich macht, erfolgreich zu sein. Design erklärt nicht allein, wie sich ein Unternehmen zeigt, empfiehlt, sondern wie sich ein Unternehmen versteht, wo sich das Leistungsfeld befindet und wer sich damit auseinandersetzt. Es ist daher viel mehr als Visualität: Design ist Wert, Darstellung und Fahrplan.

Der Designreport 2020 wird dann auch ein anderer sein, kein Report von Farben und Formen, sondern ein Manifest – eine Manifest, Design als Investition zu verstehen, als Investition in Marken-Ökosysteme, als Investition in die eigenen Stärken, als Wahrnehmung der eigenen Identität. So steht Design für die einfache Darstellung möglicher komplexer Gegebenheiten und für die strategische Kommunikation als Teil des Prozesses im Management. Führen auf einem Designverständnis über eine klare Identität, Organisation und Kompetenz hin zur strategisch-wirtschaftlich wichtigen Methode der Kommunikation, genau darauf achten, was Design leisten kann, lohnt sich.

In Chancen zu denken – ist die Fähigkeit, im Dialog und in Kooperationen Neues zu schaffen.

In Design zu investieren – ist das Prinzip, das System des Unternehmens andauernd zu entwickeln. Denn: Anders zu denken war schon immer Teil unserer Haltung.

Die neue visuelle Identität für das Haus der Volksmusik

Die Leuchtturm-Marke für die Schweizer Volksmusik.

Haus der Volksmusik – digitales Erscheinungsbild

Das Haus der Volksmusik in Altdorf dokumentiert, vermittelt und fördert Schweizer Volksmusik. Um dem nationalen Kompetenzzentrum für Volksmusik mehr Gehör für seine Arbeit zu verschaffen, hat HI Schweiz den Gesamtauftritt auf visueller und konzeptioneller Ebene geschärft.

Spezielle Massnahmen des neuen Gesamtauftrittes sind unter anderem die eigen kreierte Font, der Schrifttypensatz, die neue Website mit Bulletin und Sharing-Funktion für Social-Media oder das neue Standkonzept für Festivals, Volksmusikfeste, Konzerte oder Ausstellungen.

Eine eigens für das Haus der Volksmusik konzipierte Schrift bildet das Herzstück der visuellen Identität.

Haus der Volksmusik – individuelle Schriftart
Allygate AG
be smart, think clean

Motion-Design als Herausforderung.

HI denkt die Marke vom ersten Moment an digital und beweglich. Das führt zu einem modularen Design-Prozess, zum Vorgehen, eine Marke von Element zu Element zu entwickeln, kleinteilig hin zum grossen Ganzen. Diese modulare Konstruktion hat starke Vorteile.

Erweiterbar. Gutes Markendesign ist die Summe der kleinsten Einheit. Die Modalität steht als Anordnung verschiedener Gestaltungselemente. Bestehendes kann mit Neuem ergänzt oder Neues mit Bestehendem verbunden werden. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden.

Konsistent. Die Markenelemente sind in sich stabil, vom Kleinen ins Grosse gedacht. Sie folgen wie Bewegungsmechanismen und bilden abschliessend ein konsistentes System. Wichtig ist die Konsequenz.

Heute massgebend im modularen Design-Prozess ist Motion-Design als neue Herausforderungen an die Gestaltung, als Synthese verschiedener Kommunikationselemente mit grafischen und audiovisuellen Möglichkeiten, um Menschen zu informieren, aber auch zu unterhalten, überraschen und zu begeistern. Motion-Design verknüpft Botschaften pulsierend, dynamisch, emotional, effektiv. Was wir sehen und wahrnehmen, wird immer weniger statisch sein. Alles ist in Bewegung. Das sind gute Aussichten für Motion Design.

HI baut starke Identitäten auf einem ganzheitlichen Verständnis.
HI schafft visuelle Einmaligkeit auf einem neuen Designverständnis.
HI transformiert Marken in ein digitales Zeitalter.

Was wird ist die Identität auf Zeit, die analog, digital und im Raum funktioniert.

Andermatt-Sedrun-Disentis zielführend

Besucherführungs- und Signaletik-Konzept in Andermatt-Sedrun

Sich orientieren können und den Weg finden. Signaletik gibt Sicherheit und stiftet Identität, abgestimmt auf den Ort und die individuellen Bedürfnisse. HI Schweiz realisiert für die Feriendestination Andermatt-Sedrun das gesamte Besucherführungs- und Signaletik-Konzept, das Architektur, Design, Psychologie und Sinneswahrnehmung berücksichtigt. Dafür wurden ein flexibler Gestaltungsraster und eine eigene Piktogramm-Sprache entwickelt, die sich auf alle Phasen und Ebenen der Informations- und Leitsysteme anwenden lassen, analog, digital und im Raum.

Signaletik für die Tourismus-Region Andermatt-Sedrun
Gast Goethe in der Gott­hard­region: «Ich kom­me mir sehr wunder­bar hier oben vor.»

Drei Fragen an Stefan Kern.

Frage 1

Gäste wollen vor allem eins, einen schnellen Ablauf, wenn sie ankommen. Was tun Sie dafür?

Wo es lang geht, wo was geschieht, wo was los ist, wo wer bedient wird, das sind zentrale Punkte, die ein raffiniertes und klares Besucherleitsystem mit Infopoints erfüllen kann und erfüllen muss. Darauf legten wir von A bis Z sehr grossen Wert. Wie heisst es doch: Der Weg ist das Ziel. Und: Das Ziel war und ist, unsere Gäste vom ersten Augenblick bis zum Vergnügen zu begleiten und zu informieren – und schliesslich zu begeistern.

Frage 2

Der eine will Action, die andere den Liegestuhl oder die Familie das Spielfeld. Orientierung ist das A und eben das O. Was heisst das für Sie?

Ob Winter oder Sommer, mit oder ohne Sportgerät. Wir wollen informieren, motivieren und involvieren, dass unsere Gäste – ihren Bedürfnissen und dem Wetter entsprechend – den Aufenthalt in der Region geniessen können. Uns ist wichtig, dass sie ihre Freizeit zu einer positiven Erfahrung gestalten. Auf dem Weg und mit dem Gedanken dazu führen wir sie zu den gesuchten Örtlichkeiten, zu den Angeboten, stellen Informationen zu den Freizeitmöglichkeiten bereit, geben Tipps für Aktivitäten, inspirieren und erleichtern so ihre Entscheidung vor Ort. Customer Journey: Wir wollen den Gast aktiv unterstützen und ihm alles das vermitteln, was er wissen sollte, bevor der Spass beginnt.

Stefan Kern
Chief Communications Officer Andermatt Swiss Alps Gruppe
Stefan Kern

Frage 3

Welche Erwartung haben Sie an Design?

Aus unserer Sicht spielt Design eine sehr wichtige Rolle, gebrauchstechnisch wie ästhetisch und emotional. Aber da es keine allgemeingültige Definition für Design gibt, sondern Design vielmehr auch intuitives Betrachten und Verstehen abbildet, war das Besucherleitsystem- und Signaletikkonzept für HI wohl eine grosse Herausforderung, zumal 16 verschiedene Anspruchsgruppen zu überzeugen waren. Persönlich erwarte ich von Design Klarheit, Funktionalität und Konsequenz.

Markenentwicklung mit Hilfe von Oekosystemen führt zu agilen Design-Lösungen.

Wie muss eine Marke entwickelt werden? Wie muss sich eine Marke anfühlen, wenn die Gesellschaft und ihre Ansprüche in ständiger Bewegung sind?

Sie ist nicht bloss der Absender, sie ist Inhalt, muss sich einbringen und Menschen mitreissen, muss gegenwärtig sein und agil. Die Marke muss sich zeigen und transformieren. Es genügt nicht mehr, bloss ein Logo zu gestalten und überall einzusetzen. Ein Marke muss sich anpassen können, muss differenziert auftreten, agil wirken und lebendig sein.

Auf das Design bezogen, bedeutet das: So viel Gestaltungsfreiraum wie möglich und so wenig Regeln wie nötig. Die Konsequenz ist: Jene Elemente, die den Markenkern bilden, sind so präzise zu gestalten, dass sie die maximale Anziehungskraft entwickeln. Das erlaubt es, im Design vielseitig zu agieren und nach aussen zielgerichtet zu kommunizieren.

Eine bestehende Marke fit für die Zukunft zu machen, heisst zuerst, sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Welche Schwerpunkte galten bisher in der Kommunikation? Welche visuellen Elemente waren wie gesetzt? Was sind die Wirkungsfelder eines Unternehmens? Wenn diese Fragestellungen geklärt sind, kann ein Ökosystem aller visuellen und themenspezifischen Abhängigkeiten erstellt werden. Es dient auch als Landkarte der ökonomischen Potenziale, indem es die Wirtschaftlichkeit verbessert. Mit dem Ökosystem werden künftige Strategien definiert und Wechselwirkungen deutlich. Denn wer die internen und externen Wirkungsfelder im Gesamtüberblick hat, kann Potenziale erkennen und diese über eine klare Markenarchitektur abbilden. So kann die Öffnung eine Marke stark und selbstbewusst erzielt werden, damit sie präzis und zielgerichtet in der Medien- und Kommunikationswelt aufgenommen wird. Eben, nicht die Logogrösse ist wichtig, sondern vielmehr der Umgang mit der Marke. Denn: Die Marke ist der Inhalt. Das Ökosystem bildet das Fundament jeder erfolgreichen Marke.

Daniel Klauser
Creative Director

Marken-Ökosysteme von HI Schweiz präsentiert von Daniel Klauser
Daniel Klauser
Creative Director
HI Schweiz AG
Die Marke ist der Inhalt.

Universität Luzern

Vorplatz der Universität Luzern

Ein starker Markenkern schafft die Voraussetzung für eine agile und dynamische Kommunikation, analog, digital und im Raum.

HI Schweiz arbeitet am Markenkonzept für die jüngste Universität der Schweiz.

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